Tabu!

Aktualisiert: Juni 22


đŸ€«đŸ€«đŸ€«Vor einiger Zeit fragte ich mal nach Tabuthemen in unserer Gesellschaft.


Die Antworten waren interessant fĂŒr mich. đŸ€”


Die Tabuthemen wurden zum Teil gar nicht beim Namen genannt, es wurde drum herum geredet oder geschrieben....


Dann kamen aber doch noch ein paar ganz konkrete VorschlÀge, zum Beispiel:


SexualitÀt und sexueller Missbrauch.


Dass SexualitÀt mit so einem Tabu belegt ist, hat zwangslÀufig auch zur Folge, dass sexueller Missbrauch oft noch ein Tabuthema ist.....

.....Oder es fĂŒr viele Opfer auch so schwierig ist, darĂŒber zu sprechen.


SexualitĂ€t ist manchmal noch mit Scham, mit Schuld, mit Angst belegt. Selbst in unserer aufgeklĂ€rten Welt. 😳


Du glaubst es nicht?


Ein Beispiel: Wir können oftmals in normalem GesprÀchen unsere Sexualorgane nicht mal bei ihrem wirklichen Namen benennen.


Statt dessen erfinden wir Umschreibungen.


Ganz viele Frauen đŸ’ƒđŸŒ, auch ich (ich oute mich mal) haben ihre Geschlechtsorgane mit „da unten“, „das da unten rum“, „im unteren Bereich“, „Intimbereich“ usw. bezeichnet.


Viele Frauen trauen sich nicht mal „das da unten“ anzusehen, finden zum Beispiel ihre Vulva (nicht Vagina - das ist etwas anderes und es lohnt sich darĂŒber Bescheid zu wissen) hĂ€sslich.


Auch unsere Sprache “spricht eine deutliche Sprache”: „Schambereich, Schamlippen“.


Warum „Scham“? Warum nicht „Lust“?


Die HintergrĂŒnde (wenn man sie denn auch tatsĂ€chlich verstehen kann) gehen wahrscheinlich einige Jahrhunderte zurĂŒck und sehr viel hat in dem Bereich die Religion verbockt! â›Ș


Die drei „S“: Schuld, Scham und SexualitĂ€t gehörten wohl irgendwie auf die ein oder andere Art und Weise zusammen.


Wenn wir ĂŒber bestimmt Themen nicht offen reden können, vielleicht sogar nicht mal offen denken oder fĂŒhlen, uns unsrer SexualitĂ€t schĂ€men und Angst haben verurteilt zu werden, wenn wir offen darĂŒber sprechen bzw. sie offen ausleben:


Sind wir dann wirklich wir selbst? Hindern uns dann nicht diese Scham und diese Angst?


Nicht offen darĂŒber zu sprechen wird manchmal mit „Anstand haben“ betitelt. Es ist „unanstĂ€ndig“ ĂŒber dies und jenes zu reden. Vor allem in bestimmten Kreisen und unter bestimmten unpassenden UmstĂ€nden.


❓Wer definiert eigentlich was Anstand ist?


❓Die Gesellschaft?

❓Die Religion?

❓Gott?

❓Die Familie?

❓Freunde?

❓Dein Boss?

❓Politiker?

❓Prominente?

❓Gurus?

❓Andere AutoritĂ€ten?


Und wenn ich mich dem beuge, kann ich dann noch sagen, dass ich ein freier Mensch bin?


Dass ich wirklich „Ich“ bin, mich zeige, mich lebe wie ich wirklich bin?


Oder halte ich nicht in Wirklichkeit einen Teil von mir zurĂŒck?


Es gibt leider noch viel mehr Tabus đŸ€« als SexualitĂ€t und sexueller Missbrauch.


Diese beiden liegen mir persönlich jedoch sehr am Herzen ❀und ich finde es wichtig darĂŒber zu reden, statt irgendwelche Normen und angeblichen „Anstand“ zu akzeptieren.


Denn nur so können Wunden, die die SexualitÀt und sexuellen Missbrauch betreffen, auch irgendwann heilen oder zumindest ertrÀglich werden.


Wie empfindet Ihr diese „Tabus“? đŸ€«


Welche Tabus nerven Euch und ĂŒber welche findet Ihr wichtig, dass viel mehr und offener kommuniziert wird?


Tabus reizen mich!!


Und wisst Ihr was? In diesem Artikel hab ich noch nicht mal WIRKLICH etwas gesagt. Das soll sich Àndern. Ich habe einiges im Sinn, was ich gerade im Hinblick auf den Umgang mit diesen Themen in der Sekte, in der ich aufwuchs, aussprechen will....


.... und da gibt es einiges zu sagen!


Ein großer Teil davon, besonders zum Thema SexualitĂ€t ist Bestandteil meines Buches, das ich gerade schreibe.


Über sexuellen Missbrauch und Kindsmisshandlung spreche ich in meinem neuen Video auf Y-Tube.

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