NORMALITÄT??

Aktualisiert: Juni 7



“Zurück zur Normalität” lese ich in den letzten Tagen öfter.


Aber was ist schon normal? Und wer will wirklich, dass die Welt nach dieser Krise genau in der Art weiter besteht wie zuvor?


Wenn Normalität das sein soll, was vor der Corona-Krise an der Tagesordnung in unserer Gesellschaft, auf unserem Planeten bzw. vor allem in unserer westlichen Zivilisation war, dann empfinde ich “Normalität” als beängstigend und negativ.


Eine Gesellschaft, die den wirtschaftlichen Fortschritt als das höchste Gut des Menschen ansieht, egal welche menschlichen, emotionalen, ethischen und Erde ausbeutenden Kompromisse und Verluste daraus entstehen, ist keine, die ich mir um mich herum wünsche....


Eine Gesellschaft, in der allein schon zwischen den verschiedenen Angehörigen der gleichen Rasse - nämlich der Rasse „Mensch“ - riesige Konflikte und Ungerechtigkeiten bestehen, ist keine, die ich für „erhaltenswert“ erachte....

Also meinetwegen bitte NICHT wieder zurück zur Normalität.
Sondern ANDERS.

Auch wenn Veränderungen für viele beängstigend sein mögen, sie sind oftmals eine Chance! Eine Chance für menschliches (nicht unbedingt wirtschaftliches) Wachstum.

Diese Veränderungen zu einer Verbesserung fangen allerdings nicht bei der Politik und bei “den Großen” an. Die Meinung, dass man als einzelner Mensch den Umständen und anderen Menschen immer hilflos ausgeliefert ist, stimmt einfach nicht. Damit nimmt sich jeder Mensch selbst die Macht, die er hat.

Wir sind uns unserer Stärken oft soooo wenig bewusst, reden uns selbst klein, lassen es zu, dass andere uns klein reden, glauben denen die uns für das ein oder andere, das wir sind oder machen, beurteilen, verurteilen, anklagen.

Ich glaube nicht, dass wir ALLES auf dieser Erde und in unserem Leben ändern können.

Fakt ist wir haben einfach nicht alles unter Kontrolle. Manchmal müssen wir Situationen akzeptieren.

Wie im Fall eines kleinen unsichtbaren Virus, der die Welt direkt und indirekt in Atem hält.

Wie bereits in einem vorigen Artikel erwähnt: Man kann sich in der Suche nach Schuldigen, in 1000 Theorien und Thesen über die „wahren“ Hintergründe der Krise verlieren.


Man kann auch alle reellen oder potenziellen Gefahren ausblenden und glauben, dass „keine Angst haben“ allein reicht und damit aber das Leben anderer, Schwächerer gefährden.

Wenn Du glaubst, dass Dich das selbst und die Menschheit weiter bringt, besser, respektvoller, rücksichtsvoller und liebevoller macht, dann bitte „Go for it“.

Ich glaube nicht daran. Im Gegenteil.

Was wir jedoch IMMER tun können, ist, aus dieser Situation das Beste zu machen, daran zu wachsen, kreativ zu sein, neue Ideen und Perspektiven zu entwickeln, auf die wir vielleicht nie gekommen wären, hätten wir nicht ein erst mal hässliches Schicksal erlebt.

„Normalität“ ist für mich das, was kaum in den meisten Medien (egal welchen - seien es die gängigen oder die Alternativen oder die Verschwörungsfördernden - seien Social-Media-Kanäle, Intenetportale, Foren, TV usw.....) und in den Gesprächen vieler Menschen auftaucht:

Sich in erster Linie um das Wohl von Menschen, Tieren, Natur zu sorgen und danach zu handeln. Wenn das in Zukunft zur“ Normalität“ wird, dann hat diese Krise wohl etwas sehr Positives bewirkt.

DAS würde ich mir wünschen.

UND: Das fängt bei UNS an.
Bei DIR.
Bei MIR.

Denn: Frieden und Respekt im Großem kann es nur geben, wenn jeder erst mal anfängt sich selbst respektvoll und liebevoll zu behandeln, die eigenen Stärken zu schätzen, sich selbst so zu akzeptieren wie er ist, Frieden in sich selbst zu kultivieren.

Das ist wohl die schwierigste aller Aufgaben: Erst mal bei sich selbst anzufangen.


Oder? Was denkst Du?


Lass mir gerne einen Kommentar da....


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